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Landkreis und ASB starten Börse fürs Ehrenamt

luftballonsEin ganz besonderes Modellprojekt schiebt der Landkreis Ostprignitz-Ruppin zusammen mit den Quartiersmanagern des ASB (siehe Foto) an. Um das ehrenamtliche Engagement in der Stadt Neuruppin zu fördern, rufen die Partner eine elektronische Börse ins Leben, die potentielle Helfer und Träger aus dem Sozialbereich zusammenbringt. Dazu hat der Landkreis eine Datenbank-Software angeschafft, die Bürger und Träger nun im Internet nutzen können. Die Betreuung der Börse übernehmen die Quartiersmanager des ASB.


Ein halbes Jahr lang soll das Modellprojekt laufen, nach der folgenden Auswertung könnte es auf den gesamten Landkreis ausgedehnt werden. "Viele Menschen wollen gerne helfen, aber sie brauchen konkrete Hilfswünsche, am besten in ihrer Nähe", erklärt Quartiersmanagerin Helene Weiß den Ansatz. Die Funktionsweise ist denkbar einfach: Träger von Pflege- oder Behinderteneinrichtungen können ihren Bedarf in die Datenbank eintragen. Interessenten können in den Angeboten stöbern und sich eine passende Aufgabe suchen. Danach wendet sich der Ehrenamtler direkt an den jeweiligen Sozialverband. Dieser organisiert dann die Formalien wie etwa den Versicherungsschutz oder ggf. eine Aufwandsentschädigung. Das muss geklärt sein, bevor jemand in eine fremde Wohnung geht und dort etwa einer Seniorin im Haushalt oder beim Einkaufen hilft. Privatleute können ihren Bedarf übrigens nicht selbst in die Datenbank eingeben, sondern sollten sich an einen Sozialträger wenden. Rechtliche Unklarheiten verhindern vorerst noch die direkte Vernetzung von Interessenten und Helfern.

ASB-Geschäftsführer Dietrich Werner hofft auf viele Sozialträger, die ihre Angebote nun in die Datenbank einpflegen. Eine entsprechende Informationsveranstaltung hat bereits stattgefunden. "Wir brauchen die Vielfalt. Ein Anbieter allein kann den wachsenden Bedarf nicht stemmen", betont Werner und legt Wert auf die Feststellung, dass die neue Datenbank kein ASB-Angebot ist, sondern ein offenes Projekt, das möglichst viele Akteure aus Stadt und Landkreis vernetzen soll. Der ASB verstehe sich hierbei als Begleiter. Einen weiteren wichtigen Punkt spricht Martin Nowak, ebenfalls Quartiersmanager im Stadtbüro in der Altstadt, an: "Die Angebote in der Datenbank müssen zusätzliche Aufgaben sein." Schließlich solle das Ehrenamt keine bezahlte Arbeit verdrängen.

Hier geht's zur neuen Online-Börse fürs Ehrenamt: www.altstadt-neuruppin.de

Viel Spaß beim Ausprobieren!


[Beitrag erstellt am 12. August 2011]